Flächendeckende Anschaffung von Sitzheizpolstern in den 29 Dithmarscher Kirchen

Im Sommer sind von den Verwaltungsleitungen und dem Energieanbieter HKD die Arbeitspreise Strom und Erdgas (Bündeleinkauf) für die Jahre 2023 und 2024 verhandelt worden. Die 5-fache Steigerung im Vergleich zu 2022 veranlasste die Kirchenkreisleitung, schnellstmöglich Alternativen umzusetzen. Ende Juli wurde daher beschlossen, in alle Kirchen mit Sitzbänken für die 6-8 Bankreihen sogenannte "Heizpolster" zu integrieren. Hierdurch lässt sich die Grundtemperatur auf ca. 8 Grad Celsius senken, was in den meisten Kirchen 6-8 Grad weniger bedeutet. Die anzuschaffenden Sitzheizpolster werden mit Strom betrieben und lassen sich punktgenau mit der Besuchernutzung an- beziehungsweise abschalten. Durch die beheizbaren Heizpolster wird die Wärme dort vorgehalten, wo sie benötigt wird, so dass der Luftraum der Kirche in den höheren Zonen nicht aufgewärmt werden muss. Dies ist zudem ein großer Vorteil für den Baukörper als auch für die Orgeln und Kunstgegenstände, da Temperaturdifferenzen weitestgehend vermieden werden. Bei einem Ansatz von 6 % je Grad kommt man schnell auf eine Einsparung von 35-40 % des bisherigen Verbrauchs, was in unseren Kirchen ca. 400.000 kWh ausmacht. Einige Kirchengemeinden könnten die Mehrpreise kaum aus dem eigenen Budget finanzieren, so dass die Maßnahme eine große Erleichterung darstellt. Die Stromkosten liegen bei einer durchschnittlichen Kirche mit 40 Metern Polster bei rund 0,90 €/Stunde. Das Projekt ist auf alle Kirchenkreise und -gemeinden ohne Weiteres anwendbar. Als erster Kirchenkreis in der Nordkirche, wahrscheinlich sogar deutschlandweit, wurde diese Maßnahme flächendeckend umgesetzt.

Projektzeitraum:

8/22 -01/23

Kosten:

Ca. 400.000 €

jährliche Kosteneinsparung:

80.000 € (für die Empfänger)

Jahresenergieverbrauch vorher:

1.142.857 kWh

Jahresenergieverbrauch nachher:

742.857 kWh

absolute jährliche Energieeinsparung:

400.000 kWh

relative jährliche Energieeinsparung:

35 %

relevante(r) Energieträger:

Erdgas

jährlich eingesp. CO2-Emissionen:

44,5 t/a

eingereicht für Wettbewerb:

2023

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